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Darren Aronofsky - Es braucht nicht viel...

Manche Kultregisseure können eine Vielzahl von erfolgreichen Filmen nennen, die sie gedreht haben. Doch manche machen nur wenige Film und werden trotzdem auf die gleiche Stufe gestellt, wie ihre produktiveren Kollegen. So geht es auch Darren Aronofsky, der nur alle paar Jahre einen Film herausbringt, von denen dann aber jeder einzelne von sich reden macht.

Darren Aronofsky wurde am 12. Februar 1969 in Brooklyn, New York geboren. Seine Eltern sind jüdisch, sein Vater arbeitete als Lehrer für Naturwissenschaften. Aronofsky wurde oft zum Broadway mitgenommen, wo seine Leidenschaft für die Unterhaltungsbranche geweckt wurde. Während der Sommerferien nahm er an Felduntersuchungen in Kenia und Alaska teil. Nachdem er 1987 die Schule abgeschlossen hatte, ging er nach Harvard. Er belegte die Fächer Anthropologie, Film und Animation. Er machte seinen Abschluss cum laude im Jahr 1991. Nur einen Jahr später konnte er noch einen Abschluss in Regie an der AFI Conservatory machen. Sein Debütfilm wurde π, ein äußerst komplexer Film über ein mathematische Genie, welches aufgrund einer Zahlenfolge in Gefahr gerät. Der Mathematiker vermutet in der 216-stelligen Zahl die Grundlage des Universums, doch er wird von einem anderen Wissenschaftler gewarnt, dass die Arbeit an diesem Code ihn töten könne. Schließlich verschlimmert sie auch den psychischen Zustands des Mathematikers, welcher sich während einer Halluzination mit einer Bohrmaschine den Schädel öffnet und daraufhin seine Fähigkeiten verliert, aber wesentlich zufriedener ist.

Aronofsky hatte den Film durch seine Familie und Freunde finanziert bekommen, die damit wahrscheinlich die beste Investition ihres Lebens gemacht haben. Denn der Film gewann 1998 nicht nur beim Sundance Film Festival, sondern brachte auch noch 3 Millionen Dollar in den Kinos. Sein nachfolgendes Werk bekam schon ein richtiges Budget, mit dem bekannte Schauspieler wie Ellen Burstyn und Jared Leto gewonnen wurden. Im Jahr 200 folgte dann das fertige Requiem for a Dream. Der Film wurde ein Kritikerliebling, da er auf eine ganz persönliche Weise die Abhängigkeit von Menschen darstellt. So ist Ellen Burstyn die vereinsamte Mutter, die sich von ihrem Arzt unbekannterweise Amphetamine verschreiben lässt, da sie unbedingt wieder in ein Kleid passen will, welches sie beim Schulabschluss ihres Sohnes trug. Anlass dafür ist die Einladung an ihrer Lieblingsshow im Fernsehen teilzunehmen. Doch die Abhängigkeit lässt sie bald wahnsinnig werden und sie beginnt zu halluzinieren. Währenddessen sind ihr Sohn, seine Freundin und ein Freund in den Drogenhandel eingestiegen, um ihre gemeinsame Sucht nach Heroin zu befriedigen. Doch die beiden Männer werden festgenommen und in dass Gefängnis gebracht, wo Jared, in der Rolle des Sohns, seinen Arm aufgrund einer gefährlichen Infektion durch die Nadeln verliert und sein Freund aufgrund seiner Hautfarbe schikaniert wird. Die zurückgelassene Freundin verdient sich das Geld mit Sexshows. Die letzten Minuten des Films sind ein einziger erschütternder Bildwechsel, der diese vier Schicksale parallel zeigt. Der Film gewann viele Preise, unter anderem für den Soundtrack von Clint Mansell, der seitdem auch in vielen anderen Filmen verwendet wurde.

In Requiem for a Dream kann man den Stil von Aronofsky besonders gut erkennen. Er nutzt den schnellen und häufigen Bildwechsel um die Komplexität und Schnelligkeit der Geschehnisse dem Zuschauer deutlich zu machen. Außerdem nutzt er häufig Nahaufnahmen, die besonderes Talent der Schauspieler erfordern. Dies wurde in seinem aktuellem Film Black Swan Natalie Portman auch bestätigt, als sie den Oskar für die Beste Hauptdarstellerin gewann.